, Daniel Ammann

Hunger bekämpfen – Zukunft säen

Fastenzeit 2026.

 

In der Fastenzeit richtet sich der Blick über den eigenen Horizont hinaus. Die weltweiten Herausforderungen rufen die Menschen in der Schweiz zu Solidarität im eigenen Handeln auf. Die Fastenaktion gibt dazu viele Anstösse. Im Pastoralraum Hürntal werden sie aufgenommen.


Sich informieren
Viele Menschen in der Schweiz haben genug von Berichten über Hunger und Ungerechtigkeiten. Die ökumenische Fastenkampagne setzt dazu jedes Jahr einen Kontrapunkt. Christ:innen können die Augen nicht vor dem Leid von Millionen Menschen verschliessen. Die Zahlen fordern unser Mitgefühl heraus: 670 Millionen Menschen hungern weltweit. 70 Prozent der für die Nahrungsmittelproduktion erforderlichen Ressourcen wie Land, Wasser und Brennstoffe werden durch das industrielle Ernährungssystem verbraucht – obwohl damit nur 30 Prozent der Weltbevölkerung ernährt werden. Die restlichen 70 Prozent ernähren sich durch die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die weniger Ressourcen braucht.


Projekt Jashpur unterstützen
Die kleinbäuerliche Landwirtschaft im globalen Süden verdient Unterstützung. Weltweit begleitet Fastenaktion Projekte im globalen Süden. So werden Diözesen und Organisationen der Zivilgesellschaft unterstützt im Kampf gegen den Hunger. Wie zum Beispiel in Indien mit dem Projekt Jashpur. Dort wird die indigene Landbevölkerung in 200 Dörfern bei der Sicherung ihrer Lebensgrundlagen mit Rat und Tat begleitet. Die sogenannten Adivasi leben vom Anbau von Getreide und Hülsenfrüchten. Da sie dabei vom Monsunregen abhängig sind, reichen ihre Nahrungsmittel meist nicht für das ganze Jahr. Deshalb organisieren sie sich mittels Getreidesparkassen und können sich in Notzeiten gegenseitig helfen. In den Kirchen von Dagmersellen und Uffikon gibt es mehr Informationen zum Projekt, das dieses Jahr vom Pastoralraum Hürntal mitfinanziert wird.